Trainingslager meets Kulturausflug

Sommerzeit ist bekanntlich auch Urlaubszeit. Mit offiziellem Saisonende am 30.06 verabschiedete sich auch unser Verein in den wohlverdienten Sommerurlaub. In dieser Zeit wird zumeist an unseren Trainingstagen weitertrainiert und es werden vereinzelt noch Turniere gespielt. Allerdings kann man abseits des Alltags gut und gerne Trainingslager in anderen Gegenden besuchen. Wie diesen Sommer z.B. in Düsseldorf bei Rekordmeister Borussia Düsseldorf.

Trainingslager in stärker besiedelten Gegenden bzw. mit Vereinen welche Rekordmeister sind bzw. im oberen Playoff der österreichischen Bundesliga vertreten sind – bieten im Allgemeinen andere Konzepte und Trainingsmethoden. Aufgrund der Dichte an starken Spielern, Jugend als auch Erwachsene bietet es zudem die Möglichkeit mit stärkeren Sparringspartnern zu spielen und zu trainieren. Auch die Coaches haben manchmal den ein oder anderen Tipp in Schlagtechnik und Bewegungsablauf, wovon das eigene Spiel profitieren kann.

Wieviel kostet so ein Trainingslager?

Nun ja die Preise variieren sehr stark und sind abhängig von Region, Länge und selbstverständlich auch vom Trainerteam. Sie sind bei den Buchungsvorgängen aber öffentlich ausgeschrieben – ob letztendlich Preis-Leistungs-Verhältnis für einen persönlich passt, muss man dann doch selbst entscheiden.

Trainingslager und ein Sommerwochenende in Düsseldorf (ein persönlicher Einblick)

Sandro verbrachte zweieinhalb Tage im Trainingslager in Düsseldorf. Während fleißig trainiert wurde, hatten wir Erwachsenen Zeit, Düsseldorf und die Umgebung ein wenig zu erkunden.

Und das bei wirklich großer Sommerhitze! Trotzdem waren wir viel unterwegs. Wir erkundeten die Stadt, fuhren durch die vielen Tunnel und machten auch einen Abstecher nach Neuss, wo wir durch die Fußgängerzone schlenderten.

Nur einen Abend verbrachten wir alle gemeinsam. Dieser führte uns an den Rhein. Dort konnten wir bei schönem Sonnenuntergang den Rheinturm, den Hafen und die besondere Stimmung am Wasser genießen.

Besonders beeindruckend waren die vielen Menschen am Rheinufer. Hunderte saßen auf den Wiesen und am Wasser. Und das ganz unabhängig von den Veranstaltungen in der Altstadt. Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen kamen hier zusammen, sangen, tanzten, feierten oder saßen einfach gemeinsam am Rhein und sahen der Sonne beim Untergehen zu. Dazu gab es einen Ausschank direkt im Grünen – eine sehr lockere und friedliche Sommerstimmung.

Auch die Altstadt war einen Besuch wert. Besonders spannend war dort die Mischung der Menschen: Auf der einen Seite gab es ein asiatisches Streetfood-Festival mit vielen jungen Leuten, buntem Treiben und unterschiedlichsten Speisen. Gleichzeitig fand ein Weinfest statt, das eher die etwas klassischere und gemütlichere Runde anzog.

Überraschend war, wie entspannt dieses Miteinander funktionierte. Trotz der vielen Menschen war die Stimmung friedlich und angenehm. Getränke wurden ganz selbstverständlich in Flaschen und richtigen Gläsern ausgeschenkt – bei einer solchen Menschenmenge für uns durchaus ungewohnt.

Eigentlich war genau dieses Miteinander eine der schönsten Erinnerungen an Düsseldorf: Jung und Alt, unterschiedliche Kulturen und ganz verschiedene Arten zu feiern – und trotzdem schien alles ganz selbstverständlich nebeneinander zu funktionieren.

So waren die zweieinhalb Tage eine schöne Mischung: Trainingslager für Sandro, Düsseldorf und Umgebung für die Erwachsenen und ein gemeinsamer Sommerabend am Rhein. Dazu große Hitze, Hafen, Altstadt, Streetfood, Wein, Musik und viele Menschen – ein kurzer, aber abwechslungsreicher Sommerausflug, der uns in Erinnerung bleiben wird.

Wiener Neudorf

Wiener Neudorf ist für uns mittlerweile fast schon zu einer zweiten Tischtennis-Heimat geworden. Seit 2024 sind wir ungefähr dreimal im Jahr hier – und die Riha Open, die ebenfalls regelmäßig in Wiener Neudorf stattfinden, sind dabei noch gar nicht mitgerechnet.

Der Grund für unsere regelmäßigen Besuche ist vor allem das Training. In der Halle wird intensiv gearbeitet, viel gespielt, ausprobiert und natürlich auch ordentlich geschwitzt. Mit Wojtek und Ewelina Kolodziejczyk haben wir Coaches an unserer Seite, die uns inzwischen schon ein gutes Stück auf unserem Weg begleiten.

Jeder Aufenthalt bringt etwas Neues. Es geht um Technik, Bewegung, Sicherheit und darum, Dinge immer wieder zu üben, bis sie irgendwann ganz selbstverständlich funktionieren. Manchmal klappt es sofort, manchmal braucht es etwas länger – genau dafür sind diese Trainingstage da.

Was Wiener Neudorf für uns aber besonders macht, ist nicht nur das Training. Wenn man seit 2024 mehrmals im Jahr an denselben Ort zurückkommt, kennt man inzwischen die Halle, die Abläufe und viele der Menschen. Man trifft bekannte Gesichter wieder, freut sich auf gemeinsame Trainingseinheiten und fühlt sich von Mal zu Mal ein bisschen mehr zu Hause.

Natürlich sind die Tage anstrengend. Viele Stunden in der Halle, unzählige Bälle und müde Beine gehören dazu. Aber genauso gehören der Spaß, das gemeinsame Lachen und die kleinen und großen Fortschritte dazu.

So ist Wiener Neudorf für uns längst mehr als nur ein Ort für ein Trainingslager geworden. Es ist ein fester Bestandteil unseres Tischtennisjahres – und mittlerweile tatsächlich ein kleines Stück zweite Heimat.

Und eines ist ziemlich sicher: Wir kommen wieder – und du solltest dir das vielleicht auch einmal ansehen. 😉

Vielleicht sehen wir uns ja beim nächsten Trainingslager an der Platte!

👉 Tischtennisschule Wiener Neudorf